Polsterstoffe, auch als Möbel- oder Bezugsstoffe bezeichnet, gibt es in unendlichen Farben und Variationen, die sich hinsichtlich ihrer Art und nach ihren textilen Rohstoffen unterscheiden können. Sie sorgen für die Optik von Couch, Sessel und Sofa, aber auch Autositz oder Bürostuhl. Oft reicht es für eine Änderung der Optik bereits aus, wenn Polstermöbel mit einem anderen Stoff bezogen werden.

Auf die Scheuertouren kommt es an

Ein Polsterstoff muss wesentlich mehr aushalten als ein gewöhnlicher Dekostoff, der auch zu Vorhängen verarbeitet werden kann. Sie schützen die Polstermöbel wie Couch, Sessel, Sofa, Bürostuhl und Autositz. Wie belastbar – und damit haltbar – ein solcher Stoff ist, gibt der Hersteller in Martindale an, die auch Scheuertouren genannt werden.

Bei diesem Test wird gegen das Polstergewebe ein anderes Gewebe gescheuert, und damit ein ständiges Aufstehen und Hinsetzen simuliert. Die Anzahl der Scheuertouren bestimmt schließlich, wie belastbar ein Polsterstoff ist. Die Dicke der Polsterstoffe ist für deren Beständigkeit und Haltbarkeit nicht entscheidend. Soll der Polsterstoff im privaten Bereich verwendet werden, bürgen 15.000 Scheuertouren für einen qualitativ hochwertigen Stoff. Wenn sie im öffentlichen Bereich eingesetzt werden sollen, müssen Bezugsstoffe mehr als 20.000 Scheuertouren aushalten. Schließlich werden sie bei Publikumsverkehr ganz anderen Belastungen ausgesetzt als ein privater Sessel.

Diese Polsterstoffe halten eine Menge aus

Schöner alter Sessel

Wir reinigen exklusive Sessel – auch solche! (Bild: Subbotina)

Ein Velourstoff aus Polyester oder Polyacryl gehört zu den Bezugsstoffen, die am strapazierfähigsten sind. Das liegt auch am Flor, der das darunter liegende Gewebe schützt. Ein Polsterstoff aus Baumwolle, Viskose oder Mohair ist dagegen deutlich weniger belastbar, zumal dieser entweder flach gewebt oder als Jacquardstoff erhältlich ist.

Wer ständig mit Jeans auf der Couch lümmelt, strapaziert das Gewebe durch die Hosennähte und -nieten. Ebenso kann dabei ein heller Polsterstoff blau oder schwarz verfärbt werden. Selbst die feinen Strumpfhosen der Damen wirken auf die Bezugsstoffe wie Schmirgelpapier. Kommt es zu Verfilzungen oder Verfärbungen an den Vorderkanten der Armlehnen, ist oft der Schweiß der Hände ursächlich. Werden Schoner auf die Armlehnen gelegt, lässt sich das verhindern. Auch die UV-Strahlen der Sonne wirken auf Leder und Stoffe bleichend: Das gilt vor allem für hellere Farben und Muster.

Auf diese Kriterien sollten Sie achten

Bevor Sie einen neuen Polsterstoff für Sofa, Couch, Sessel oder ein anderes Polstermöbel auswählen, sollten Sie bedenken:

  • Die Polsterstoffe sollten hinsichtlich ihrer Qualität zu den Möbeln passen
  • Geht es um eine gute Haltbarkeit und Farbechtheit, kommt es nicht nur auf die Beanspruchung der Möbel, sondern auch auf deren Umgebung an.
  • Diese Eigenschaften künden von starker Belastbarkeit: hoher Scheuerwiderstand, geringe Empfindlichkeit gegen Druck, hohe Lichtechtheit, hohe Florfestigkeit bei Velourstoffen, Reibechtheit der Farben, geringe Empfindlichkeit gegen Schmutz und eine gute Möglichkeit, die Stoffe zu reinigen und zu pflegen.
  • Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Stoffbreite: Erst eine Breite von 280 Zentimetern erlaubt ein nahtloses Beziehen selbst großer Möbelstücke.

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